„Es muss ihn doch geben – den Menschen mit dem großen Herzen, der sich in unsere Rufi bedingungslos trotz ihres Alters und ihrer Gelenkprobleme verliebt!“ So haben wir lange Jahre gedacht und gehofft. Es gibt ihn bzw. sie! Sie ist gekommen – eine besonders nette Dame, die Rufi alles bieten kann was ihr Hundeherz begehrt: ein riesengroßes Terrain, ebenerdige Hauseingänge und vor allem viel, viel Liebe und Zuneigung. Den „fünffachen Katzentest“ hat Rufi auch schon bestanden. Gibt es noch Schöneres? Wir haben - sofern wir körperlich dazu in der Lage waren - Luftsprünge gemacht, geweint und gelacht. Wir freuen uns so sehr für unsere Rufi und werden sie trotz aller Freude auch vermissen, die Susi (das ist ihre neue Identität) mit ihren schwarzen, treuen Knopfaugen und der schwarzen Nase mitten in ihrem weißen Fellgesicht. Und noch einer wird sie sicherlich vermissen: ihr Freund Beppo. Aber auch für ihn wird der Tag kommen ….
Wir wünschen Dir und Deinem Frauchen alles Glück dieser Erde und werden Dich nie vergessen, Rufimaus!
Jungkatze Kiesel wurde uns von einer Tierfreundin ins Tierheim gebracht. Sie beobachtete das Kätzchen tagelang wie es zwischen einem Imbiss und einem Restaurant arglos und munter hin- und herpendelte und das unter großer Gefahr. Denn sie musste dazu die stark befahrene Auf- und Abfahrt eines großen Parkplatzes namens Kiesel überqueren, um sich hie und da ihr Futter zu besorgen. Es wäre sicherlich eine Frage der Zeit gewesen.... Denken wir nicht weiter drüber nach. Die Dame vom Grill konnte sie problemlos in die Box setzen und ab ging's ins Tierheim. Sie wurde untersucht und kastriert und - es liegt auf der Hand - Kiesel getauft. Aber das Leben im Tierheim gefiel Kieselchen gar nicht, was sie mit großen Protestaktionen demonstrierte. Ihre „Pfleger“ waren der Verzweiflung nahe. Es dauerte recht lange ehe sich eine nette Dame fand, die sich ihrer annahm und sie zu dem bereits vorhandenen Kater Graubär gesellte. Was sie uns schrieb, erfreut unser Herz:
Hallo liebes Tierheim-Team!
Graubär und Kiesel geht es sehr gut, das heißt sie haben mich "gut im
Griff"! Nach dem Wachwerden und dem Frühstück geht das sofort nach draußen. Alles wird erforscht und es gibt ja so viel zu riechen und zu sehen!
Sollte es gleich wieder regnen wird Graubär schreiend vor der Türe stehen.
Nass werden geht gar nicht. Spanier!
Kiesel ganz Naturmädel, stört das nicht im Geringsten.
Es fing damit an, dass mich meine beiden Katzen Mutschel und Katerchen kurz hintereinander verließen und ich nach einem halben Jahr immer noch sehr traurig über den Verlust war. So „drehte“ man mir im Kirner Tierheim einen Kater namens Brilli „an“. Weil er schon 8 Jahre auf dem Buckel hatte und ihn niemand wollte, von den anderen Insassen gemobbt wurde und deshalb in Einzelhaft sitzen musste bzw. wollte, erbarmte ich mich. Brilli legte sich freudig auf den Rücken, ich kraulte sein Bäuchlein und er haute mir schon mal gleich eine runter. Nun denn! Nach ein paar Wochen mussten wir wegen einer Unpässlichkeit zum Tierarzt. „Das soll ein Kater sein? Glaub ich nicht. Ein „tricolorer“ Kater? Das wäre ja eine ganz große Seltenheit!“. Also wurde aus Kater Brilli die Kätzin Pilli. Wobei wir heute nach über drei Jahren immer noch in der Identitätskrise stecken. Ich rede immer noch von „ihm“ oder „er“ und sie grummelt darüber den lieben langen Tag. Nun dachte ich, da es tagsüber unseren Lebensunterhalt zu verdienen galt, es muss ein Kamerad her, damit sie nicht so einsam ist. So kam Kater Mimo in einer riesengroßen Box auch aus dem Kirner Tierheim zu uns nach Seesbach. Pilli dachte sicherlich: „was ist denn das für ein weißes Ding – nee, den mag ich nicht. Hau lieber wieder ab!“ Es war ein hartes Stück Arbeit bis die Beiden sich zumindest tolerierten. Die große Liebe ist es bis heute nicht geworden. Mimo hat es nach zwei Jahren immer noch nicht aufgegeben, um ihre Liebe zu buhlen. Armes Kerlchen. Die Zicke mag nicht und geht ihm aus dem Weg. Tja, einen Einzelgänger kann man halt nicht sozialisieren – wie im richtigen Leben!
Der Herausforderung nicht genug - ich erfüllte mir einen ganz großen Herzenswunsch: Ich habe mein Berufsleben abgeschlossen, um mich den schönen Dingen des Lebens zu widmen. So sind vor gut zwei Wochen die beiden Hunde Rosa und Karl-Otto bei uns eingezogen.
Natürlich auch aus dem Kirner Tierheim, in dem ich schon viele Hunde als „Gassigängerin“ kennen und lieben lernte. Rosa führte ich länger als ein dreiviertel Jahr aus. Sie war anfänglich ganz scheu, ließ sich noch nicht einmal von mir anleinen und zitterte wie Espenlaub vor Angst. Es dauerte ganz lange ehe der Knoten geplatzt war und sie Vertrauen zu mir fand. Dann stand fest: Rosa werde ich ein schönes Zuhause geben. Eines Tages als ich mit Rosa vom Gassigehen zurückkehrte saß Koco auf dem Hof. Es war Liebe auf den ersten Blick! Mein Herz hüpfte! Nun dauerte es ja noch ein gutes halbes Jahr ehe die passive Phase meiner Altersteilzeit begann. Ich führte Gespräche mit den Verantwortlichen des Tierschutzvereins und wir fanden Gott sei Dank eine Lösung: Rosa und Koco wurden quasi verheiratet! Sie zogen gemeinsam in einen Zwinger ein und verstanden sich prächtig. Seit Ostern hatte ich sie jedes Wochenende bei mir zuhause, um sie einzugewöhnen und vor allen Dingen das Zusammenleben mit Pilli und Mimo zu üben. Gar nicht so einfach! Aber Mimo, der sonst von Pilli Gemobbte, ist ganz mutig, ist immer dabei und tanzt den Beiden vor der Nase herum. Die beiden Hunde sind noch etwas irritiert, machen einen großen Bogen um ihn und trauen sich nur unter meinem Geleitschutz an ihm vorbei. Pilli zieht sich bis jetzt noch in ihren Hochsicherheitstrakt ganz oben unterm Dach zurück und kommt erst herunter wenn die Luft rein ist. Sollte der Schein mal trügen – oh weh! Dann schleicht sie sich zweifach aufgeplustert an den Hunden vorbei. Aber wir sind guter Dinge – alles wird gut! Pilli wird sich auch noch an Rosa und Karl-Otto (so habe ich ihn umgetauft, weil’s besser zu Rosa passt) gewöhnen, und wir werden alle glücklich und zufrieden unter einem Dach leben bzw. wir tun das ja jetzt schon! Wir sind alle sehr glücklich!